Kolloidales Silber fertig kaufen oder selber herstellen?

Auf den ersten Blick scheint es günstig, sich eine fertige Silber-Lösung zu besorgen – kein Herstellungsaufwand und preiswert zugleich.
Dem stehen jedoch deutliche Nachteile gegenüber:

  • Es wird mit zum Teil völlig falschen Aussagen geworben (z.B. „echtes kolloidales Silber ohne Ionen“)
  • Sie können nie sicher sein, auch reines Silberkolloid zu erhalten. Manche Hersteller fügen zum Beispiel Salze hinzu oder verwenden Leitungswasser, um den Fertigungsvorgang zu beschleunigen. Das kann fatale Folgen für Ihre Gesundheit haben.
  • Veränderungen in der Wirksamkeit durch Transport und Lagerung sind nicht abschätzbar.
  • Benötigen Sie größere Mengen, dann sind Fertiglösungen sehr schnell um vieles teurer als ein Silbergenerator.
  • Es gibt für die kommerzielle Herstellung als Arzneimittel in Deutschland keine Zulassung. Anbieter von Fertiglösungen bewegen sich mit ihrem Angebot meist irgendwo im Bereich der Illegalität und können von heut auf morgen mit ihrem Angebot verschwunden sein. Auf keinen Fall können Sie einen solchen Anbieter für irgendwelche schädlichen Folgen haftbar machen.
  • In nur wenigen Fällen handelt es sich um einen professionellen Anbieter. Sie können sich damit nicht auf die Wirkungs- und Konzentrationsangaben verlassen. Häufig werden Geräte verwendet, die entweder im Eigenbau entstanden sind oder die keine genormte Silberabgabe ermöglichen. Es können auf diese Weise Konzentrationsschwankungen entstehen, die zwischen 0,x ppm und mehreren 100.000 ppm (!) liegen. [1] Des weiteren besteht die Gefahr, daß statt der Teilchen im Nanobereich wesentlich größere entstehen, die sich dann u.U. nicht nur in der Haut, sondern auch in den inneren Organen einlagern.
  • Noch schlimmer ist es, wenn Silberpulver mit Wasser verrührt und dieses in hohen Konzentrationen angeboten wird. Damit nehmen Sie zwar eine große Silbermenge zu sich, diese Gemische haben in der Regel aber keine Wirkung.

Damit dürfte eigentlich die Frage, ob Fertiglösung oder Silbergenerator, schon beantwortet sein.

Ein wichtiger Hinweis an alle Vertreiber und Anwender von Silbergeneratoren:
Lassen Sie die Hände von Geräten, bei denen der Hersteller die Verwendung von Leitungswasser, Mineralwasser oder die Zugabe von Salz und anderen Stoffen empfiehlt!
Zwei uns inzwischen bekannt gewordene Fälle von Argyrie sind genau auf diesen Umstand zurückzuführen! Die Anwender hatten die Empfehlung des Herstellers befolgt und für die Zubereitung von KS Leitungswasser verwendet!
Nach meiner Meinung wird hier aus niederen Beweggründen vorsätzlich die Gesundheit von Menschen (u. evtl. Tieren) gefährdet!

Silbergeneratoren – die Qual der Wahl

Mit dem immer stärkeren Bekanntwerden des kolloidalen Silbers ist auch mit dem Angebot von Silbergeneratoren ein regelrechter Boom entstanden. Vor allem aus den USA wird der Markt mit den unterschiedlichsten Geräten allmählich überschwemmt. Aber auch alle möglichen Bastler versuchen zunehmend, ein Stück vom Kuchen abzubekommen. Dabei stehen manche Aussagen der Hersteller über die Eigenschaften und Funktionen mitunter in direktem Widerspruch. Die einen behaupten, mit Gleichspannungsgeräten beste Ergebnisse zu erzielen, die anderen wiederum wollen Geräte mit mehreren Tausend Volt an den Mann bringen. Da ist der Laie natürlich überfordert.

Hier nun einige Punkte, die Sie beachten sollten, wenn Sie sich für den Kauf eines Silbergenerators entscheiden:

  • Das Gerät sollte professionell von einer anerkannten Firma gefertigt sein und es sollte beim Händler einen kompetenten und erfahrenen Ansprechpartner geben, den Sie auch telefonisch erreichen können.
  • Die Herstellung von kolloidalem Silber muß ohne Zusatzstoffe, mit reinem destilliertem Wasser (Aqua purifikata, Aqua dest oder Aqua bidest) möglich sein.
  • Es sollten genaue Konzentrationen bis wenigstens 50 ppm, besser 200 ppm oder mehr herstellbar sein.
  • Der Reinheitsgrad der Silberelektroden muß mind. 99,99% betragen und muß nachweisbar sein (Werkszeugnis).
  • Die Silberelektroden sollten auch noch in einigen Jahren lieferbar sein.
  • Das Gerät muß an den Elektroden im Bereich der Kleinspannung (< 50 V) arbeiten. Das ist wichtig für Ihre eigene Sicherheit. Verzichten Sie unbedingt auf Geräte mit Hochspannung!
  • Der Silbergenerator sollte mindestens mit einer pulsierenden Gleichspannung arbeiten und über einen Netzanschluß verfügen. Batteriegeräte sind untauglich, da sie den hohen Energieanforderungen nicht gewachsen sind und damit auf Dauer Ihren Geldbeutel und die Umwelt deutlich belasten. Außerdem beeinflußt der schwankende Ladungszustand negativ die konstante Silberabgabe an den Elektroden, was genaue Konzentrationen verhindert.
  • Auf eine eingebaute Temperaturkontrolle können Sie getrost verzichten, da es generell empfehlenswert ist, das Wasser vor Gebrauch zu erhitzen.
  • Meiden Sie unbedingt Geräte, die mit Leitungswasser oder Salzzugabe arbeiten (Gefahr der Argyrie durch Silberverbindungen!). Diese Geräte sind, auch wenn sie evtl. teuer sind, oft nur mit einer minderwertigen Elektronik ausgerüstet, die nicht in der Lage ist, mit destilliertem Wasser zu arbeiten.

Test:

► Einige der im Internet angebotenen Geräte haben wir bereits getestet. Dabei wurden die Elektroden vor und nach der Herstellung auf 0,1 mg genau gewogen. Damit konnte eindeutig die genaue Silberabgabe festgestellt werden. Bisher konnten wir jedoch nur beim Ionic-Pulser-System der Firma Medionic Gerätebau (vormals Medionic GmbH) die Einhaltung der angegebenen Konzentrationen feststellen.