Beschreibung, Herstellung und Lagerung von kolloidalem Silber

Was ist kolloidales Silber

Reines kolloidales Silber besteht aus einer gleichmäßigen Verteilung (Dispersion) von kleinsten Silber-Partikeln mit Durchmesser von ca. 1 bis 100 nm (Kolloide eigentlich bis 1000 nm) in einem Dispersions-Mittel (z.B. Wasser). Diese Partikel sind nicht lösbar* und bestehen aus einigen wenigen bis einigen tausend Atomen. Auch sogenannte Ionencluster werden als Kolloide bezeichnet. Ob dies wissenschaftlich korrekt ist, soll hier nicht diskutiert werden.
Kolloidale Partikel sollen auf Grund ihrer elektrischen Ladung und der sog. Brownschen Molekularbewegung in der Schwebe bleiben. Für den Laien relativ unverständlich, da ja Silber gut 10 mal schwerer als Wasser ist.
Interessant dürfte hier allerdings die Kolloidforschung (Organische Physik) von Hacheney sein, der Kolloiden generell andere Kräfte zuschreibt.
Es ist heute jedoch technisch (bis auf wenige Ausnahmen – siehe weiter unten) kaum möglich, ein reines Silberkolloid herzustellen. Die elektrolytisch hergestellten Dispersionen enthalten immer Silber in Form von Ionen, Kolloiden (Partikel, Cluster) und evtl. Atomen**. Nur die Verteilung der einzelnen Bestandteile ist unterschiedlich.
Über Sinn und Unsinn ionenfreien Silbers lesen Sie bitte unter Ionen contra Partikel.

*In der Praxis nicht korrekt, da Silber in wäßriger Umgebung stets Ionen abgibt
** Es ist die Frage, ob einzelne Atome auf Grund der Van-der-Waals-Kräfte vorkommen können

Beschreibungen aus dem Internet:

Bei kolloidalem Silber handelt es sich entweder um flüssige Dispersionen elementaren Silbers oder schwerlöslicher Silberverbindungen. (wikipedia, 01.11.2008)
Hier liegt entweder mangelndes Grund- bzw. Fachwissen vor (was ja bei wikipedia häufiger fehlt, da hier jeder schreiben kann, was er will…) oder, was wohl näher liegt, sollen potentielle Anwender, die erst einmal nach Informationen suchen, verunsichert werden.
Was haben Silberverbindungen (wie zum Beispiel Silbernitrat oder Silberchlorid) mit kolloidalem Silber zu tun? Ob dieser „Autor“ in gleicher Weise Wasserstoff mit Wasser verwechselt?
Wann wird man uns vor Explosivität von Wasser warnen, weil es ja Wasserstoff und Sauerstoff enthält…?

NEU:
Einen ausführlichen Kommentar zu den Darstellungen bei wikipedia finden Sie hier.

Herstellung

Während in der Vergangenheit mit teuren chemischen und mechanischen Verfahren versucht wurde, kolloidales Silber zu erzeugen, so stehen uns heute die weitaus günstigeren elektrolytischen Verfahren zur Verfügung. Der entscheidende Vorteil der heutigen Elektrolyse dürfte wohl darin liegen, daß es damit möglich ist, tatsächlich Kolloide in der oben genannten Größenordnung  (Partikelgröße) herzustellen. So ist beispielsweise nachgewiesen worden, daß beim Ionic-Pulser der Firma Medionic die Teilchengröße in der frischen Suspension kleiner als 7 nm (davon sogar etwa 90% ca. 1 nm) ist.
Das zweite Kriterium dürfte wohl der Preis sein. In der Vergangenheit war kolloidales Silber nahezu unbezahlbar, weshalb es dann auch von den wesentlich billigeren Antibiotika vom Markt verdrängt werden konnte.

Heute genügt die einmalige Anschaffung eines sogenannten „Silbergenerators“, um beinahe unbegrenzt kolloidales Silber herstellen zu können. Wobei ausschließlich Geräte gemeint sind, die die Herstellung eines reinen kolloidalen Silbers in festgelegten Konzentrationen ermöglichen.
Wenn wir von reinem kolloidalen Silber reden, dann meinen wir eine Dispersion, die ausschließlich aus destilliertem Wasser und Silber in seinen unterschiedlichen Formen besteht. Sie enthält keine weiteren Substanzen. Um solch ein reines Silberkolloid zu erhalten, sind einige wenige Faktoren wichtig.
Die elektrische Leistung und Spannung an den Elektroden müssen ausreichend hoch sein. Nur so ist es möglich, bei geringer Leitfähigkeit des Dispersionsmittels Wasser kleinste Silberpartikel in ausreichender Menge von den Elektroden zu lösen. In der Regel wird dies durch Erhitzen des Wassers vor der Elektrolyse begünstigt.
Moderne und ausgereifte Geräte sind heute in der Lage, unabhängig vom verwendeten Wasser kontinuierlich Silber von den Elektroden zu lösen, sodaß innerhalb einer bestimmten Zeit eine genaue und reproduzierbare Silberkonzentration entsteht. Lesen Sie dazu auch die Seite über die Auswahl von Silbergeneratoren.
Weitere Gesichtspunkte zur Herstellung finden Sie auf der Seite Diskussionen.

Eine ganz andere und noch relativ unbekannte Variante eröffnet völlig neue Perspektiven. Die wahrscheinlich einzige Möglichkeit, eine relativ reine kolloidale Silberdispersion herzustellen, erfolgt mittels Spezialverfahren in den patentierten nano-dynamic®-Anlagen. Dabei werden durch physikalische Verwirbelung destilliertes Wasser und reines Silber zu einer dauerstabilen Silberlösung vermischt, wobei zum Beispiel Sonneneinstrahlung den kolloidalen Zustand nicht stört (lt. Herstellerangaben).
Doch auch hier muß bedacht werden, daß Silber stets Ionen an das Wasser abgibt.


Neuerdings werben einige Anbieter mit „komplizierten und teuren“ Verfahren, die „echtes kolloidales Silber“ erzeugen sollen, welches angeblich keine Ionen enthält. Dabei handelt es sich meistens um ein einfaches Verrühren von Silber-Pulver mit Wasser. Die dabei erzeugten hohen Konzentrationen sind therapeutisch gesehen unsinnig, die Angaben über die Partikelgröße fehlen oder sind nicht nachvollziehbar.


Allerdings wird hier den Kunden verschwiegen, daß es gar kein kolloidales Silber ohne Ionen geben kann. Denn Silber setzt in wäßriger Umgebung kontinuierlich Ionen frei. Außerdem wird  Silberpulver von den Herstellern mit Casein (ein Milcheiweiß!) als Korrosionsschutz versetzt (bis zu 30%). Diese dunkelgraue Lösung würde ich eher als Silberschlamm bezeichnen. Wirkung? Nebenwirkungen? Bilden Sie sich Ihr Urteil selbst …

Konzentration

Die Konzentrationsangabe erfolgt in ppm (parts per million). Das bedeutet die Anzahl der Wirkstoffanteile (Silber) auf 1 Million Lösungsstoffanteile (destilliertes Wasser).
Beispiele:
– 25 ppm = 25 Silberanteile (mg) auf 1.000.000 Wasseranteile (mg), umgerechnet 25 mg Silber pro Liter Wasser.
– 50 ppm = 50 Silberanteile (mg) auf 1.000.000 Wasseranteile (mg), umgerechnet 50 mg Silber pro Liter Wasser.

Die Angabe in ppm ist für den Laien allerdings irreführend, da sie sowohl Volumenanteile (z.B. bei Gasen) als auch Gewichtsanteile bedeuten kann.
Bei kolloidalem Silber (bzw. Metall-Dispersionen) werden die Gewichtsanteile zur Konzentrationsberechnung herangezogen.

Es wäre also sinnvoller bzw. besser verständlich, die Einheit mg/L (Milligramm pro Liter) zu verwenden. Die Umrechnung bei Metalldispersionen ist ppm = mg/L. Eine genauere Beschreibung finden Sie hier.

Lagerung

Kolloidales Silber ist sehr lichtempfindlich und verliert seine Wirkung in elektromagnetischen Feldern. Deshalb sollte es unbedingt nach der Herstellung in ein Gefäß aus Braunglas abgefüllt und fernab von elektromagnetischen Einflüssen gelagert werden.
Blau- oder Violettgläser sind für ein gewisses Spektrum des Sonnenlichts durchlässig und zur Energetisierung pflanzlicher und homöopathischer Mittel gedacht. Damit sind sie jedoch für KS nicht zu empfehlen, da sie nicht über einen vollständigen UV-Schutz verfügen.

Haltbarkeit

Elektrolytisch hergestellte Silbersuspensionen sind nur begrenzt haltbar. Zum einen findet eine langsame Vergrößerung der Partikel statt, zum anderen sinken diese auf Grund der ganz allmählich nachlassenden Teilchenbewegung zu Boden. Diese Vorgänge sind in einer reinen Dispersion nicht aufzuhalten.
Anbieter, die Haltbarkeiten von einem Jahr und länger oder gar unbegrenzt angeben, handeln m. M. in jedem Falle unseriös, da entweder falsche Angaben gemacht werden oder die Dispersionen durch gewisse Zusätze haltbar gemacht werden. Diese sollten vom Käufer unbedingt gemieden werden!

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